Ein ganz besonderer Weg in die Freiheit

Erst einmal muss ich mich an dieser Stelle entschuldigen, dass der Beitrag erst heute Abend kommt. Aber heute Morgen war einfach keine Zeit. So wie in den letzten 6 Tagen leider auch. Einfach keine Zeit zum Schreiben, aber ein klein wenig Zeit um zu lesen. Das hatte folgenden Grund. Ein ganz besonderes Wanderbuch wurde auf Lesereise geschickt und ich musste es unbedingt lesen.
Denn die Frau, die ihre Geschichte erzählt, besitzt seit ihrem 8. Lebensjahr keine Beine mehr (durch einen Unfall).
Damit ihr versteht was ich meine, hier ein Foto vom Cover:

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Dieses Buch „Mein Weg in die Freiheit“ von Silke Naun-Bates habe ich innerhalb kürzester Zeit quasi verschlungen, denn es war wie ein direktes Gespräch mit dem Leser geschrieben, was es sehr leicht lesbar machte. Und die Geschichte an sich war es wert, jede freie Minute (und von denen habe ich fast keine mehr) in das Buch zu investieren. Eine wahrhaft bewundernswerte Frau mit einer ganz besonderen Geschichte,vor der ich nur den Hut ziehen kann.
Und für mich einige der fast unglaublichen Dinge im leben dieser Frau: Sie hat zwei Kinder zur Welt gebracht!
Eine Tatsache, die mir irgendwie gerade besonders in meiner Situation hilft, denn immer wenn es besonders schwierig oder anstrengend wird, denke ich mir: Wenn sie es geschafft hat, dann schaffe ich es auch!
Und so gebe ich nicht auf und bleibe dran – so sieht’s gerade aus, bei der writing mum 🙂

Chaos – Tage

Ach du Liebe Zeit, es ist ja schon wieder Sonntag! Puh, diese Woche verging aber echt schnell! Aber was war alles los? Mal  kurz die Woche im Kopf Revue passieren lassen – ups, da war doch einiges!

Das Gute diese Woche war das verlängerte Wochenende durch Pfingsten. Mein Mann hatte sich noch den Dienstag frei genommen, somit hatten wir vier wunderbare Tage zusammen mit unserer kleinen Familie, die wir direkt genutzt haben für einen Kurzurlaub in der Rhön. Das war wirklich sehr entspannend für alle. Ich für meinen Teil bin endlich mal wieder zum Lesen gekommen, was ich total genossen habe. Dafür habe ich in den vier Tagen nicht geschrieben, was mir zwar schwer fiel, aber nicht zu ändern war. Bei der wenigen freien Zeit geht halt immer nur eines: Lesen oder Schreiben.

Wieder Zuhause, nahm das Chaos seinen Lauf. Dem Trockner, leider schon seit einigen Tagen im Technikhimmel, folgte am Dienstag die Waschmaschine. Unser Nachbar diagnostizierte den Tod der Elektrik und das, wo wir gerade aus dem Urlaub kamen. Unmengen von Schmutzwäsche um mich herum und keine Zeit zum putzen, da war an alles andere erst mal nicht zu denken. Aber die Waschmaschine von Opa und Oma leistete erst mal gute Ersatzdienste und die Patentante vom Kleinen sprang ein, um mir ein Zeitfenster zur Chaosbeseitigung zu verschaffen – ab da ging es wieder besser! Ein paar Zeilen bekam ich dann sogar auch noch auf’s Papier. Und zwei Events sind jetzt in der Planung, die läuft allerdings abends nebenher, während wir ein bisschen vor der Glotze entspannen. Dazu später mal mehr, momentan kann ich noch nichts verraten!

Gestern dann ein Highlight meiner Woche. Mein Mann verschaffte mir ein paar Stunden Schreibzeit und zog mit dem Kleinen los zum Einkauf. Ich, wie befreit, stürmte in mein Arbeitszimmer und hämmerte auf meine Tastatur ein, was das Zeug hielt. Tat das gut! Jetzt bin ich auch im neuen Roman wieder etwas voran gekommen und kann bald das vierte Kapitel abschließen. Allerdings wurde mir gestern Abend dann bewusst, dass mir die weitere Entwicklung der Geschichte nicht so gut gefällt und eine Alternative her muss. Etwas unruhig begann ich wieder rumzulaufen, und wer mein Blog verfolgt, weiß sicher wo ich am Ende gelandet bin… in der guten, alten Badewanne! Sie hat’s schließlich wieder gerettet 🙂

Somit alles in allem, am Ende doch eine richtig gute Woche!

Musik, bitte!

Hallo alle zusammen,

der Wochenrückblick für diese Woche kommt ausnahmsweise schon mal einen Tag früher, da ich morgen früh unterwegs bin. Also bitte nicht wundern 🙂

Diese Woche war mal wieder nicht viel Zeit zum Schreiben. Um ehrlich zu sein, ich habe vielleicht insgesamt zwei Stunden zusammen bekommen. Das liegt leider daran, dass ich nur schreiben kann, wenn mein Sohnemann schläft und da er diese Woche nix vom Schlafen hielt, konnte ich auch so gut wie nicht arbeiten.
Aber Frau ist ja erfinderisch und so habe ich mir überlegt, ob es nicht das eine oder andere Thema gibt, mit dem ich mich gedanklich beschäftige, während er in der Wohnung auf Entdeckungstour geht und ich den Bodyguard spiele.
Mir ist dann eingefallen, dass viele meiner Autorenkollegen erzählen, dass sie immer mit Musik schreiben, da es ohne gar nicht funktioniert bei ihnen. Bisher habe ich das noch nie gemacht, da ich ein Freund der Stille bin beim Schreiben. Aber ein bisschen neugierig war ich schon, ob es funktionieren kann, dass die Musik quasi meine Bilder im Kopf unterstützt und ich Szenen leichter schreiben kann. Also bin ich auf die Suche nach passender Musik gegangen, die ich mir mit meinem Sohn beim Spielen nebenbei angehört habe.
Ich muss sagen, es war eine gute Idee es mal zu testen! Denn bei der richtigen Musik haben sich in meinem Kopf auch ganz schnell Bilder für meine Protagonisten eingestellt und ich konnte die Szenen leichter schreiben. Und es hat richtig viel Spaß gemacht!
Also, werde ich das Ganze in Zukunft ein bisschen weiter verfolgen. Und vor allem in Situationen, wo ich einfach nicht mehr weiter komme, kann ich dann sagen: „Musik, bitte!“

Der Badewannen – Input

An dieser Stelle erst einmal allen Mamis einen schönen Muttertag!
Nebenbei, dies ist auch der Grund, warum der heutige Blogeintrag etwas später kommt. Aber ich musste doch die Gelegenheit nutzen, mal wieder total gemütlich meinen Kaffee im Bett zu trinken und anschließend ganz in Ruhe zu frühstücken 🙂

Aber jetzt mal zu meiner Woche. Ja, wie war sie? Anstrengend, klar. Aber auch sehr erlebnisreich und lustig. Wie immer mit Knirps. Allerdings auch teilweise so anstrengend, dass ich abends völlig in den Seilen hing und keine Kraft mehr für irgendetwas hatte, schon gar nicht fürs Schreiben. Was mich dann trotz Müdigkeit allerdings immer ein bisschen unruhig und quengelig werden lässt. Denn ich will ja voran kommen, habe aber keine Energie, keine Ideen und bin in solchen Momenten dann an einem echten kreativen Tiefpunkt.
Aber, für solche Notfälle gibt es meinen wunderbaren Mann, der die Situation in wenigen Augenblicken erfasst und mich dann immer nur mit den Worten: „Schatz, leg‘ dich doch in die Badewanne!“ ins Bad schickt.
Meistens folge ich diesem Ruf auch – eine kurze Auszeit ist ja was wunderbares – und dampfe ab ins Bad.
Ich weiß nicht genau, was es dann ist, was da mit mir passiert, aber auf einmal schießen mir wieder Ideen in den Kopf und die Kreativität ist wieder da! Plötzlich sehe ich die nächste Szene im Roman vor mir, habe wieder Ideen fürs Marketing oder sogar eine ganz neue Romanidee im Kopf! Das ist absolut fantastisch!
Mittlerweile habe ich für solche Kreativ-Anfälle dann auch immer Papier und Stift bereit liegen, damit mir nichts verloren geht und wenn ich dann das Bad verlasse, bin ich wieder voller Tatendrang und gut gelaunt!
Auf die Frage meines Mannes: „Und, hat’s geholfen?“ kann ich dann mit einem seeligen „Ja!“ antworten und die Stimmung in unserem Hause ist wieder entspannt.

Okay, zugegeben, es ist nicht gerade eine besonders günstige Methode. Sagenhafte hundertzehn Euro Nachzahlung hatte ich letztes Jahr deswegen. Aber wisst ihr was? Die zahle ich gerne, so lange meine persönliche Methode des kreativen Inputs funktioniert!
Also, ich würde dann sagen, ich gehe jetzt mal baden … 🙂

Das Zielsetzungs – Dilemma

Mein Sohn hat diese Woche den Schwierigkeitsgrad für mich erhöht. Nein, er hat das Hamsterrad nicht schneller gedreht, er hat es direkt abgeschafft.
„Klingt doch super!“, werdet ihr euch jetzt sicher denken. Aber leider heißt die Antwort: Nein.
Denn er hat sich überlegt, dass er sich jetzt endlich überall hochziehen können will und vielleicht wäre Laufen lernen auch ganz interessant.
Was allerdings wiederum bedeutet, möglichst in seiner Nähe zu bleiben und zwar fast die ganze Zeit über.
Und das wiederum bedeutet, dass sich der Haushalt die spärliche Zeit mit dem Schreiben teilen muss. Arrrgh!!
Also muss ich jetzt versuchen, die Zeit, in der ich die „Nachhut“ für meinen Sohn bilde, gedanklich zu nutzen.
Und da ich mir ja eh‘ ein paar Gedanken über meine Zielsetzung machen wollte, passt es ja.
Aber allein bei dem Begriff „Zielsetzung“ würde ich am liebsten sofort die Flucht ergreifen.
Warum? Ganz einfach. Sobald ich meine Ziele auf Papier gebannt habe, stellt sich für mich eine Art „Verbindlichkeitsgefühl“ ein. Plötzlich sind die Dinge, die Ziele absolut greifbar und für mich eine ernste Angelegenheit, kein schnödes „Ich könnte doch mal“ oder „Das wäre ja mal eine Idee“.
Es ist plötzlich ein fester Plan, mit – wie schon gesagt – einem konkreten Ziel. Und das will dann wirklich gut überlegt sein.
Die gute Nachricht lautet aber, ich Hasenfuß habe mich diese Woche trotzdem getraut und bin jetzt im Besitz einer Liste mit konkreten Zielen für dieses und sogar nächstes Jahr!
Und wisst ihr was? Ich bin sogar ein bisschen stolz darauf.
Während ich also nun versuche, meine Ziele zu erreichen, sorgt mein Sohn munter weiter dafür, dass mein Zeitfenster für die Zielerreichung so klein bleibt, das „rumtrödeln“ oder „rumbummeln“ gerade für mich absolute Fremdworte bleiben 🙂
Somit bilden wir am Ende doch ein richtig gutes Team.